Forscher_innen von der Ecole Polytechnique haben das Geheimnis des Wundertors (Spiegel Online) von Roberto Carlos im Länderspiel Brasilien gegen Frankreich im Jahr 1997 gelüftet.
Aus 35 Metern flog der Ball Richtung Eckfahne – und schwenkte plötzlich doch ins Netz. Wie konnte das passieren? Physiker liefern jetzt die Antwort.
Und die Antwort ist:
Wird eine Kugel mit genügend Schwung und Rotation abgeschossen, bewegt sie sich mit einem immer stärkeren Drall in eine Richtung. Schließlich dreht sie sich in eine spiralförmige Flugbahn, deren Form den Rillen eines Schneckenhaus ähnelte.
Das wundert mich als ehemaliger Billardspieler überhaupt nicht. Vielleicht hätten sich die lieben Forscher_innen mal ein paar Trickshots auf Eurosport angucken sollen. Dann wären sie vielleicht 13 Jahre früher auf die Idee gekommen, wie man den Bogenlauf einer Kugel beeinflussen kann. Eine Skizze eines Kräfteparallelogramms hätte ich gegen namentliche Nennung gerne spendiert. Nur die Übertragung von Filztuch auf Stadionluft hätte noch ein wenig Hirnschmalz gebraucht. Aber ich werde ja nicht gefragt, wie immer.